Porree

Allium porrum var. porrum

Lauchgewächse (Alliaceae) Frost tolerant Schwierigkeit: Leicht
Alternative Namen
Lauch

Fruchtfolge Empfehlung
4 Jahre Anbaupause
Vorkultur
Gut geeignet als Vorkultur sind alle Gemüse, die eine große Menge an Ernterückständen hinterlassen. Dazu gehören zum Beispiel die meisten Kohlgewächse, aber auch Kartoffeln und Kleegras. Schlechte Vorfrüchte sind Porree und andere Gemüse aus der Familie der Zwiebelgewächse.
Nachkultur
Porree gehört zu den Gemüsen mit dem besten Vorfruchtwert überhaupt. Er hinterlässt viele Ernterückstände und sein kräftiges Wurzelwerk lockert den Boden. Er gilt sogar als „Gesundungskultur“ auf strukturell beeinträchtigten Flächen. Allerdings entzieht Porree den Böden viel Wasser und Nährstoffe. Als Folgekultur sollten deshalb maximal Mittelzehrer angebaut werden. Besonders geeignet sind Wurzelgemüse wie Karotte, Pastinake oder Schwarzwurzeln.

Geschichte
Porree war schon zu Zeiten der Griechen und Römer bekannt. Angeblich soll er schon seit viertausend Jahren im östlichen Mittelmeerraum in Gärten angebaut worden sein. Die Römer verzehrten ihn beinahe täglich und auch die Germanen kannten ihn. Vielen Kulturen galt der Porree als heilige Pflanze.

Entwicklungszyklus
Mehrjährig
Kommentar
Es gibt Sommer- und Wintersorten beim Porree. Die Wintersorten vertragen mittlere Fröste. Bei sehr starken Frösten, kombiniert mit kalten Ostwinden, sollte entweder abgeerntet werden oder an geschützten Standorten ein Fließ verwendet werden. Eigene Erfahrungen: In 2020 ist mir einmal ein kompletter Bestand Porree bei −17 °C und kaltem Ostwind erfroren. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt Glück, dass meine Auszubildende schneller geschaltet hat als ich und eine nicht unwesentliche Menge vorher in Eigenregie abgeerntet hatte.
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