Karotte

Daucus carota subsp. sativus

Doldenblütler (Apiaceae) Frost tolerant Schwierigkeit: Mittel
Alternative Namen
Möhre, Mohrrübe, Wurzel, Gelbe Rübe

Fruchtfolge Empfehlung
3 Jahre
Vorkultur
Besonders geeignete Vorkulturen vor Möhren sind Getreide, Kartoffeln (wenn die Bestände Rhizoctonia frei waren), Zwiebeln und Poree. Alles, was Ernterückstände hinterlässt, die zu einem hohen Grünmasseanteil im Boden führen, ist zu vermeiden. Wenn die Möhre bei ihrer Entwicklung im Boden auf Hindernisse trifft, neigt sie zur sogenannten Beinigkeit.
Nachkultur
Bei späten Möhrensätzen bieten sich zum Beispiel überwinternde Gründüngung, Postelein und Feldsalat an. Nach sehr frühen Sätzen wären auch Salat, Fenchel, Kohlrabi, Radieschen oder Rettich denkbar

Geschichte
Wie lange die Karotte schon von Menschen kultiviert wird, ist schwer zu sagen. Es gibt zwar möhrensamen Funde aus der Steinzeit, vermutlich handelt es sich dabei aber um die Wilde Möhre. Der erste bestätigte Hinweis auf einen menschlichen Anbau von Karotten durch Menschen zum Verzehr stammt aus Griechenland. Unsere heutige orange Möhre wurde etwa um das 16. Jahrhundert erstmalig in Holland gezüchtet.

Entwicklungszyklus
Mehrjährig
Im ersten Jahr bildet die Möhre eine Rübe aus. Im zweiten Jahr erfolgt dann die Blütenbildung mit der Konsequenz, dass die Möhre nicht mehr zu vermarkten ist. Eigene Erfahrung: Es gibt Möhrensorten, die dazu neigen, schon im ersten Jahr in Blüte zu gehen, wenn sie zu früh ausgesät werden. Dies steht in der Regel in der Sortenbeschreibung.
Kommentar
Vor der Ausbildung der Rübe verfügt die Möhrenpflanze über eine hohe Frosthärte und kann relativ problemlos auch im Norden Deutschlands überwintert werden. Ab der Ausbildung der Rübe ist keine Frosthärte mehr gegeben. Sie bildet dann sogenannte Frostrisse, was ihre Haltbarkeit negativ beeinflusst und ein Einfaltstor für Pflanzenpathogene ist. Eigene Erfahrung: Möhren im Freiland oder Folientunnel Ende September ausgesät können in der Regel problemlos überwintert werden. Wichtig ist, eine schnelle Sorte mit rund 90 Tagen Entwicklungszeit zu verwenden. Bei mir hat sich die Nantaise 2 Milan bewährt. Die Möhre überwintert dann als kleines Pflänzchen und hat so manchen Winter schon ohne Vließ, Temperaturen von −16°C überstanden. Im Juni des Folgejahres können dann sehr süße Bundmöhren geerntet werden, die sich zu einem guten Preis absetzen lassen, weil noch kaum deutsche Ware am Markt ist. Zu beachten ist allerdings, dass die Möhre sehr hell ausgefärbt ist, da Carotin sich bei geringen Temperaturen nur bedingt bildet.
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