Petersilienwurzel

Petroselinum crispum ssp. tuberosum

Doldenblütler (Apiaceae) Frost tolerant Schwierigkeit: Leicht
Alternative Namen
Wurzelpetersilie

Fruchtfolge Empfehlung
3 Jahre Anbaupause
Vorkultur
Als Vorkultur vor Petersilienwurzeln sind besonders geeignet: Getreide, Kartoffeln (wenn die Bestände Rhizoctonia frei waren), Zwiebeln und Poree. Alles, was Ernterückstände hinterlässt, die zu einem hohen Grünmasseanteil im Boden führen, ist zu vermeiden. Wenn die Petersilienwurzel bei ihrer Entwicklung im Boden auf Hindernisse trifft, neigt sie zur sogenannten Beinigkeit.
Nachkultur
Durch die lange Kulturzeit bieten sich nur wenige Folgekulturen an, und das auch nur, falls die Petersilienwurzel nicht im Boden überwintert. Möglich wären, je nach Erntezeitpunkt der Petersilienwurzel, der Anbau einer überwinternden Gründüngung, Postelein oder Feldsalat.

Geschichte
Im Gegensatz zur (Blatt-) Petersilie ist die Wurzelpetersilie ein verhältnismäßig neues Gemüse in unseren Gärten. Sie soll um das 16. Jahrhundert von Gärtnern aus dem plattdeutschen Raum gezüchtet worden sein. Weswegen die Engländer sie zum Teil als „hamburg parsley" oder auch „dutch parsley" bezeichnen.

Entwicklungszyklus
Mehrjährig
Im ersten Jahr werden das Blattwerk und die Rübe ausgebildet. Im zweiten Jahr erfolgt dann die Blütenbildung mit der Konsequenz, dass die Petersilienwurzel nicht mehr zu vermarkten ist.
Kommentar
Der Oberirdische Teil der Petersilienwurzel kann leichte Fröste von etwa –5 bis –7 °C vertragen. Die Wurzel selber kann in unseren Breitengraden in der Regel im Boden überwintern. Bei einer Überwinterung im Boden ist zu bedenken, dass mit großen Schäden durch Mäuse zu rechnen ist.
Crop Image